Archiv für die Kategorie ‘Webanalyse’

Google Analytics muss leider draußen bleiben: Tipps & Tools kurz gebloggt

Mittwoch, 25. November 2009

Bei der aktuellen Diskussion um Google Analytics, die nun sogar zu Techcrunch hinübergeschwappt ist, die aber gar nicht so neu ist, stellt sich die Frage: Wie kann ich selbst verhindern, dass Google mein Surfverhalten trackt, wenn der Betreiber der Website, die ich gern nutze, das Tracking nicht entfernt? Am einfachsten ist das, wenn man im Browser die Cookies von Drittanbietern blockt. Das kann aber wiederum auch einige Nachteile haben. Besser ist es – bei Nutzung von Firefox – das Add-on “Customize Google” zu nutzen, mit dem man zum einen speziell die Cookies von Google Analytics blocken kann, zum anderen aber auch andere (nützliche) Dinge bei der Googlenutzung tunen kann.

Customize Google: Mit einem Klick wird das seitenübergreifende Tracking unmöglich gemacht

Customize Google: Mit einem Klick wird das seitenübergreifende Tracking unmöglich gemacht

Wer es ganz genau wissen will, sollte sich auch die Empfehlungen des Unabhängigen Landesentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein anschauen, wo auch das selektive Abschalten von Scripts vorgeschlagen wird.

Tools und Tipps für Suchmaschinenanalyse und Suchmaschinenoptimierung

Montag, 19. Oktober 2009

Ja, klar, es gibt Mr. Wong und delicious, aber ich mache mir trotzdem mal eine kommentierte Liste der Tools, die ich häufig für Suchmaschinenoptimierung und -analyse nutze. Dann haben alle was davon und vielleicht hat einer in den Kommentaren ja noch bessere Vorschläge. Folgende vier Themen liegen eigentlich immer an:

Performance der Seite hinsichtlich Backlinks

Da kann man natürlich ewig mit Google rumklicken, aber im Gegensatz zu anderen Dingen macht es hier Yahoo am besten. Mit dem (Eingefleischten natürlich bestens bekannten) Yahoo Site Explorer lassen sich schnell und übersichtlich Backlinks zur eigenen Seite auflisten, hier zum Beispiel die zu meiner Domain (und im Übrigen auch die Seiten, die Yahoo im Index hat)

Redaktionell-technische Suchmaschinenoptimierung (OnPage-Optimierung)

Da kann ich ganz elegant auf den Kollegen SEOdiot verweisen, der die Notwendigkeiten für die berüchtigte OnPage-Optimierung anschaulich zusammengefasst hat (vor allem in der dort eingebetteten Grafik).

Für welche Keywords optimieren?

Wenn man sich schon auf das Feld der OnPage-Optimierung wagt: Für welche Keywords soll man denn da optimieren? Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dafür kann man ganz gut das Keyword-Tool von Google nutzen, dass eigentlich zuvorderst der Optimierung von Adwords-Kampagnen dienen soll, aber auch sehr schön dem Suchmaschinenoptimierer zeigt, welche Keywords sich noch um das vermutet wichtigste in der Suchvolumenwertigkeit tummeln.

Ranking von Suchbegriffen

Den Pagerank kann man ja mit der Google Toolbar messen oder wenn man nicht Google nach Hause telefonieren lassen will mittels Firefox-Add-ons wie Live PageRank. Interessanter ist allerdings die Frage, auf welcher Seite meine Suchbegriffe bei Google, Yahoo oder Bing erscheinen. Das kann man entweder mit zu installierenden Tools wie Website Spy (nicht getestet, aber sie weisen auch selbst darauf hin, dass die Benutzung nicht im Einklang mit den Regeln für die Google Webmaster Tools übereinstimmen) oder dem Ranking-Tool von Andreas Bartel (Shareware, von der Usability nicht schlecht, aber im Test doch relativ langsam, was vermutlich weniger am Tool als an den einfach notwendigen Suchanfragendurchläufen liegt). Oder man macht es bei weniger großen Ansprüchen mit Online-Tools wie dem von RankingCheck, wo man bis Platz 100 sich ganz gut mal einen schnellen Überblick verschaffen kann.

Gerade letzteres ist nicht nur ganz spannend, wenn man es über einen gewissen Zeitraum verfolgt, es ist natürlich auch dem Kunden gegenüber der Beweis, dass das eigene Tun etwas bewirkt hat – und das nachhaltig. Mit Tricks wie tausend Landingpages kann man vielleicht kurzfristig Erfolg haben, aber irgendwann läuft man mit solch halbseidenem Vorgehen immer Gefahr, aus dem Index zu fliegen. Man kann als seriöser Dienstleister günstige Bedingungen für das Listing in Suchmaschinen schaffen, aber die Seite muss halt auch den Inhalt bzw. den Reiz haben, dass andere darauf verlinken. Und das ist und bleibt bei Suchmaschinen der Hauptorientierungspunkt.

[und das immer weniger Traffic über Suchmaschinen kommt und immer mehr aus Social Networks, darüber reden wir ein anderes Mal]

Google Analytics, lebe wohl

Dienstag, 07. April 2009

Heute habe ich aus dieser Website den Google Analytics Code entfernt (andere Auftritte folgen). Das ist mir nicht leicht gefallen. Google Analytics war ein kostenloses und doch mächtiges Tool zur Besucheranalyse. Zugleich ist es in der Usability unübertroffen und lässt sich leicht mit anderen Tools verknüpfen (Adsense, Salesforce etc.). Aber die datenschutzrechtlichen Zweifel an Googles Datensammelwut haben bei mir jetzt Überhand genommen. Den letzten Ausschlag nahm das Papier des Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, das sich sehr kenntnisreich und detailliert mit den Datenschutzproblemen bei Google Analytics auseinandersetzt. Nicht, dass mir die Probleme nicht bekannt waren, ich habe andere Dienste wie GMail aus dem gleichen Grund ja schon immer links liegen gelassen – ich hab sie in diesem Fall aber einfach aufgrund der Schlagkraft des Tools nur allzu gerne ingnoriert. Also: Lesebefehl für alle Nutzer von Google Analytics! Benjamin Müller hat sich übrigens nach meinem Tweet zum Thema gestern das Thema noch einmal zur Brust genommen und auch über Alternativen gebloggt – ebenfalls lesenswert.

Das Thema Google ist übrigens ein Lieblingsthema der Datenschützer in Schleswig-Holstein, schön auch die Befassung mit dem von allen so geliebten Google Street View. Wollen wir hoffen, dass die Regierung in Schleswig-Holstein so klug ist, den obersten Datenschützer im Amt zu belassen. Dessen Wiederwahl ist nämlich nicht sicher – Grund ist albernder Parteienproporz.