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Workshop: Als Unternehmen unterwegs im (Social) Web – machen wir alles richtig?

Freitag, 10. August 2012

Update: Der Workshop muss aus terminlichen Gründen leider verschoben werden.

Es bedurfte mehrere Jahre paralleler Selbstständigkeit, bis meine Frau und ich diesen so naheliegenden Workshop auf die Beine gestellt bekommen haben. Ich glaube, das wird sehr interessant. ich freue mich über eine Teilnahme, falls noch Unklarheiten bestehen, gerne Kontakt aufnehmen.

Hier der Veranstaltungstext + Anmeldemöglichkeit:

Als Unternehmen unterwegs im (Social) Web – machen wir alles richtig?

Strategische und rechtliche Analysen und Diskussionen

Ein digitales Kommunikationsangebot mit Website, Facebookseite und/oder Twitteraccount ist mittlerweile auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen schon Normalität. Doch werden die Kommunikationskanäle richtig genutzt? Sind sie effektiv? Oder gibt es Zweifel am eigenen Angebot? Und ist das Vorgehen gerade bei den immer wieder in der Diskussion befindlichen Social Media-Kanälen rechtlich unbedenklich?

Diese Frage möchte der Workshop in einem kleinen Kreis individuell, aber mit Nutzen für alle Teilnehmer beantworten. Dazu gehört, dass wir im Vorfeld das digitale Angebot der Teilnehmer grob analysieren und im Workshop dann die Erkenntnisse präsentieren und untereinander diskutieren. Zur Analyse und Präsentation gehören für jedes teilnehmende Unternehmen:

  • Bewertung der Zusammensetzung des digitalen Kommunikationsangebotes
  • Bewertung der Wirksamkeit der Angebote anhand von objektiven und subjektiven Maßstäben
  • Konkrete Beispiele für gute und weniger gelungene Kommunikation des Unternehmens
  • Diskussion eines Best Case von einem Mitbewerber
  • Rechtliche Bewertung des Webauftritts und der Nutzung der jeweilig verwendeten Social Media-Kanäle

Für jedes Unternehmensbeispiel nehmen wir uns eine Stunde Zeit. Die vorherige durch uns durchgeführte Grobanalyse ist im Preis inbegriffen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Offenheit, die eigene Kommunikationsstrategie mit anderen Unternehmen zu diskutieren und aus dem moderierten und mit zusätzlichem Input versehenen Austausch zusätzlich zur Analyse Hinweise auch aus der Diskussion anderer Beispiele zu gewinnen. Es wird darauf geachtet, dass die teilnehmenden Unternehmen nicht in direkter Konkurrenz zueinander stehen.

Wir freuen uns auf offene UnternehmerInnen, die sich dem Austausch stellen und voneinander lernen möchten.

Der Workshop findet statt am 28.08.2012 von 9 bis 13 Uhr im Konferenzraum des betahaus Hamburg.

Der Kostenbeitrag liegt bei 289 EUR inkl. Mwst zzgl. Ticketgebühr bei Amiando. Die Tickets können Sie direkt hier erwerben, die Tickets gelten pro Unternehmen, sie dürfen gern auch (maximal) zu zweit kommen.

Referenten

Lars Brücher, 41, Berater für digitale Kommunikation, seit 1998 in der Onlinebranche zunächst als Entwickler, später als Projektmanager und Startegieberater innerhalb großer Agenturen und Unternehmen tätig. Seit 2005 selbstständig.
Web: www.settantanove.de, Twitter: @themroc

Andrea Schlotfeldt, 42, seit 2001 in der Medienbranche unterwegs, zunächst in einem Verlag, seit 2008 selbständige Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Medienrecht, Vorträge und Veröffentlichungen zum Thema Social Media und Recht.
Web: www.medienrechtsanwaeltin.de, Twitter: @medienrecht

Facebook Places und die Privacy-Panik

Mittwoch, 06. Oktober 2010

Gestern ist es also klammheimlich in Deutschland online gegangen, der lang erwartete location-based Service Facebook Places. Schon im Vorfeld hat es große Befürchtungen gegeben, mit Facebook Places würde Facebook vermeintlich einmal mehr die Privatheit oder gar die Persönlichkeitsrechte eines Menschen in Frage stellen. Denn – so hieß und heißt es allerorten – man könne ja jetzt jeden in irgendwelche Locations einchecken, in denen man gar nicht ist oder zumindest nicht gesehen werden will (Herbertstraße, Social Media Club). Gestern gingen dann auch wieder zahlreiche Ratschläge herum, wie man denn die digitale Burka bei Facebook möglichst blickdicht macht.

Mir ist der Grund für die Panik nicht ganz klar, ich habe auch alle gleich eingeladen, mich an Orten einzuchecken. Gute Freunde haben mich dann lustigerweise auch gleich symbolisch in ein Al-Qaida-Lager in Afghanistan und in die psychatrische Tagesklinik in Altona fremdeingecheckt. Symbolisch insofern, da es nicht über Places war, weil man das gar nicht kann. Denn an dem Ort, an dem man andere fremdeincheckt muss man auch selbst einchecken. Das dürfte die Herbertstraßenfremdeincheckrate schon einmal erheblich mindern. Zudem darf man nur von sogenannten Freunden bei facebook fremdeingecheckt werden. Ganz davon abgesehen, dass Freunde auch vorher schon eine Statusmeldung zu ihrem Aufenthaltsort absetzen konnten, in denen ich markiert werden konnte und kann – und da erscheint es im Gegensatz zu Places sogar auf der eigenen “Pinnwand”. Wie auch immer es geschieht: Wenn man Freunde hat, die einen (ernsthaft) an unliebsamen Orten einchecken, sollte man das vielleicht einmal zum Anlass nehmen, die Tiefe der Freundschaft in Frage zu stellen und die Facebook-Freundschaft zu beenden.

Zugegeben: Es bleiben noch die unabsichtlich peinlichen Fremdcheckins: Ich sage meinem Boss (den ich erfreulicherweise nicht habe), dass ich zum Arzt muss und der Kumpel, den ich dann anstatt des Arztes treffe, checkt mich in der Kneipe ein. Peinlich, aber kein Weltuntergang. Außerdem gibt es da auch verschiedene Möglichkeiten, das zu verhindern: Selbstständig machen, seinen Boss nicht adden, feststellen, dass man einen scheiß Job hat, wenn man seinen Boss belügen muss.

Manchmal haben Privacy Issues nichts mit Social Media zu tun, sondern mit dem ganz normalen Leben.

Some Blogs are bigger than others…

Donnerstag, 04. September 2008

…und meine Blogs gehören sicher zu den kleineren. Kein Grund, nicht auch noch ein drittes zu starten, damit die Themen, die mich bewegen, ein bisschen auseinandergehalten werden können. Von nun aus also an dieser Stelle Gedanken zur digitalen Kommunikation – das ist so weit gefasst, wie es gemeint ist. So heute zum Beispiel die Weisheit, dass selbst so originelle Titel für Beiträge wie “Some Blogs are bigger than others” bei Google 271 Treffer ergeben (und sehr bald wohl 272). Wenn dank User Generated Content jeder seinen Mund aufmachen darf, bleibt irgendwie nichts einzigartig.